Bayerisches Rotes Kreuz: Notruf

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Der Alltag hält die unterschiedlichsten Risiken für uns bereit und nicht immer ist jemand da, um im Notfall zu helfen. Das BRK-Notrufsystem löst genau diese Problematik und macht das Leben der Menschen in Freyung-Grafenau ein Stück sicherer.

Im Notfall jemanden an seiner Seite zu wissen, ist wahrscheinlich das, was sich jeder für den Ernstfall wünscht.
„Besonders ältere oder kranke Menschen fühlen sich alleine oft nicht mehr sicher. Auch deren Familien machen sich Sorgen, dass etwas passieren könnte“, erklärt uns David Feicht, Verantwortlicher für den Hausnotruf beim BRK Kreisverband Freyung-Grafenau. Das Notfall-System nimmt ihnen diese Sorgen und lässt sich zudem perfekt in den Alltag integrieren.

Wie es funktioniert

Das System ist einfach, wie David uns erklärt: „Zuhause wird eine Hausnotruf-Teilnehmerstation installiert. Der Bewohner erhält außerdem einen Funksender in Form einer Kette oder Uhr, über die er im Notfall Hilfe rufen kann.“ Die Teilnehmerstation selbst verfügt über eine Freisprecheinrichtung, sodass eine direkte Kommunikation mit den Betreuern des Hausnotrufs möglich ist. Außerdem enthält das System eine integrierte Sicherheitsuhr, die einen Alarm auslöst, wenn sie nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums per Knopfdruck oder Bewegungsmelder zurückgesetzt wird.
„Über die Freisprecheinrichtung kontrollieren wir dann sofort, ob alles in Ordnung ist oder ob wir vorbeikommen müssen“, erläutert David den Ablauf. Im Falle einer längeren Abwesenheit zum Beispiel während einer Reise kann dieses System natürlich abgestellt werden.

Wirklich praktisch

Die Installation des Notrufsystems übernimmt das BRK. Denn neben der Teilnehmerstation können beispielsweise Rauchmelder sowie Bewegungsmelder in das System integriert werden, sodass auch Demenzkranke davon profitieren.

Diese lösen einen Alarm aus, sobald jemand die Wohnung in einem zuvor festgelegten Zeitraum (z. B. nachts) verlässt oder betritt, sodass die Betreuer umgehend darüber informiert werden.
„Das ist außerdem eine gute Einbruchssicherung“, fügt David hinzu. Die Bewegungssensoren können zusätzlich mit einem Herd verbunden werden. Wenn dieser in Betrieb ist, sich aber längere Zeit niemand davor aufhält, wird ein Alarm ausgelöst und schließlich die Stromzufuhr abgestellt.“ So können Familienangehörige wieder ruhig schlafen und ältere Menschen möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben.

Mobilruf

„Doch nicht nur ältere Menschen profitieren von einem Notrufsystem“, meint David. „Auch Extremsportler können in Notsituationen geraten, in denen sie schnelle Hilfe benötigen.“ Für diesen Fall hat das BRK den Mobilruf entwickelt, der auch für unfallgefährdete Berufsgruppen oder risikoreiche Sportarten eingesetzt werden kann. Der Mobilruf ist als sportliche Uhr oder als Fernbedienung erhältlich. „In einer Notsituation kann der Verunglückte uns per Knopfdruck alarmieren und wir ermitteln dann über GPS-Satellitenortung seinen genauen Standort“, erklärt David die Besonderheit des Systems. „Das ist natürlich auch für ältere Menschen sinnvoll, die alleine Spaziergänge unternehmen oder Einkäufe erledigen.“

Der BRK-Hausnotruf und der Mobilruf lassen sich auf die individuellen Bedürfnisse eines jeden anpassen und helfen genau da, wo sie gebraucht werden.


BRK Kreisverband Freyung-Grafenau
David Feicht
Tel.: 08551 9144–231
feicht@kvfreyung.brk.de
www.kvfreyung.brk.de

Ausbildung, BRK, Ehrenamt, gesponsert, Gesundheit und Pflege

Veröffentlicht: 15. November 2018