Ein Kommentar von Christoph Fritz

WIE VOLL IST DAS GLAS WIRKLICH?

Wie oft passiert es uns im Leben, im Alltag, im Beruf, bei Treffen mit Freunden oder der Familie: Es wird viel gesagt, geredet oder diskutiert.

Vor allem in einer oft sehr hektischen Zeit sind wir angespannt, vielleicht auch leicht gereizt und die Stimmung ist auch in bestimmten Momenten nicht gerade auf dem absoluten Höhepunkt. Nach den Feiertagen über Weihnachten und Neujahr hat uns das tägliche Leben schnell wieder und jeder geht seinen alltäglichen Aufgaben nach. Vielleicht blickt man auch kritisch zurück und malt sich die bevorstehende Zukunft aus.

Ja, es wird viel miteinander oder vielleicht auch übereinander gesprochen. Menschlich ist das. Was aber immer häufiger auffällt, ist die große Unzufriedenheit bei den Menschen. Wenn man selber unausgeglichen und vielleicht von Situationen genervt ist, dann lässt man seinen Unmut gerne auch in aller Öffentlichkeit aus. Schnell werden neue Strukturen, Entscheidungen oder Maßnahmen negativ bewertet und beispielsweise Investitionen in die Zukunft als nicht richtig abgestempelt.
Auch der Glaube in die eigene Heimat, die Vorzüge der Region und der Infrastruktur werden gerne in Frage gestellt.

Ja, sicherlich gibt es in jeder Region Stärken und Schwächen. Es gibt auch Potenziale und Chancen. Und es gibt die wundervolle Möglichkeit, die eigene Zukunft, die eigenen Chancen und Strukturen positiv zu beeinflussen. Jeder Einzelne unter uns kann seinen ganz persönlichen Teil zur Gestaltung seiner Heimat und damit der eigenen Zufriedenheit beitragen.

Wir sollten uns immer wieder auch die Frage stellen: Was kann ich mit meinen Stärken zu einer positiven Entwicklung unserer wunderschönen Heimatregion – dem Landkreis Freyung-Grafenau und dem gesamten Bayerischen Wald – beitragen?

Ja, sicher sollten wir von ausschließlich fordernden Gedanken abrücken und unsere eigene Erwartungshaltungen etwas zurückstellen. Nur so entsteht ein Miteinander. Nur so haben wir das Gefühl der Identität und des Stolzes.
Auch der Glaube an eine starke Zukunft unserer Region wird so gefestigt. Glaubwürdigkeit in die Vorzüge des Landkreises, der Bevölkerung und des alltäglichen Lebens stärken das Image sowohl nach Innen als nach Außen erheblich.

Es bleibt sicherlich immer eine Frage der Perspektive.
Schließlich kann man – wenn man denn möchte – immer das Haar in der Suppe oder die Nadel im Heuhaufen suchen. Wichtig ist dabei, dass man trotz mancher Unzufriedenheit mit Weitblick, Zuversicht und einem positiven Gefühl durch das Leben geht.

Lasst uns gemeinsam die Stärken weiter ausbauen und die Schwächen ausgleichen. Ich bin sehr stolz, FRGler zu sein, hier leben, arbeiten und jeden Tag wunderbare Menschen kennenlernen zu dürfen. Tragen wir Stolz in unserem Gemüt und begeistern so viele andere Menschen mit unserer positiven Einstellung.
Das Glas in FRG ist mindestens halb voll.

Heimat, Kommentar, mehralsduerwartest, Regional

Veröffentlicht: 22. Februar 2018