Freund Trachten & Lederhosen Manufaktur

Trachtenfreu(n)de

Noch Anfang des 20. Jahrhunderts war die Lederhose der katholischen Geistlichkeit zu aufreizend – so viel Bein sollte man(n) nicht zeigen dürfen. Nachdem die lederne Arbeiterhose Ende des 19. Jahrhunderts fast gänzlich verschwunden war, erlebte sie nach dem zweiten Weltkrieg einen neuen Aufschwung: Tradition war wieder modern.

Maria Freund aus Wolfersreut von der Freund Trachten & Lederhosen Manufaktur erzählt uns zu diesem für sie besonderen Thema aus dem Nähkästchen.

Wieso Trachten?

Maria Freund kennt ihre Wurzeln, denen sie bis heute treu ist: „Schon als Kind habe ich viel Zeit mit dem Heimatverein Buchberg verbracht, in dem ich noch heute ein Mitglied bin. Für die einzelnen Mitglieder schneidere ich auch jede Tracht.“ Der Bezug zur Heimat, zum Brauchtum, zur Tracht – das alles entstand hier und zieht sich bis heute wie ein roter Faden durch ihr Leben.
Maria ist gelernte Damenschneiderin und konnte sich schon von klein auf für die spezielle Trachtenmode begeistern. „Nach meiner Lehre war ich bei einer Leder verarbeitenden Firma angestellt – so kam ich beruflich zur Lederhose.“

„Schnell habe ich mich nebenher selbstständig gemacht und begonnen, Lederhosen herzustellen“,

berichtet die Unternehmerin. Damit erfüllte sich für sie ein persönlicher Traum, denn endlich konnte sie die Luft der Selbstständigkeit schnuppern.

Aus den Kinderschuhen

Marias Mut und Ehrgeiz führten schließlich auch zum Erfolg der Manufaktur. Sie suchte Kunden und stellte eine Firma auf die Beine, in der heute 25 Mitarbeiterinnen für Abnehmer aus ganz Deutschland und teilweise über die Landesgrenzen hinaus zeitlose Lederhosen herstellen. Wenn Maria Freund die Zeit findet, stickt sie heute noch gerne selbst die Verzierungen der Lederhosen.

Tradition und Nachhaltigkeit gehören zusammen

Die Schneiderin setzte sich mit der Thematik Lederhose ausgiebig auseinander: Maria besuchte verschiedene Gerbereien, in denen sie sich über die genaue Verarbeitung des Leders erkundigte. Besonderen Wert legt sie auf eine nachhaltige Arbeitsweise.

Das Leder selbst bezieht sie von heimischen und von neuseeländischen Hirschen. Die heimischen Tiere weisen durch die Dasselfliege mehr Vernarbungen auf als die Zuchttiere aus Neuseeland, weshalb Maria auf beide Hirscharten zurückgreift.

Verstärkt junge Leute kaufen Lederhosen mit Begeisterung und legen dabei großen Wert auf einwandfreie Qualität.

„Der Trend geht eindeutig zu Hochwertigkeit und Nachhaltigkeit“,

weiß Maria. „Ganz bewusst fragen die Leute aus der Region: Wo kommt das Leder her? Wo wird es verarbeitet?“ Besonders stolz ist Maria darauf, dass jede ihrer Lederhosen nach wie vor ausschließlich in Grafenau produziert wird.


Freund Trachten & Lederhosen Manufaktur
Elsenthaler Straße 27
94481 Grafenau
Tel.: 08552 91918
www.trachten-freund.de

Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 09-17 Uhr
Sa: 09-13 Uhr

gesponsert, Handel, Handwerk, Heimat, Regional

Veröffentlicht: 29. August 2018

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