TRI.ATHLET

Während andere ihren Feierabend gemütlich im Garten ausklingen lassen, Zeit mit Freunden verbringen oder kurz mal joggen gehen, trainiert der 19-Jährige Luca Bauer fast täglich bis zu drei Stunden. Luca Bauer ist Triathlet und liebt es, beim Schwimmen, Radfahren und Laufen an seine Grenzen zu gehen und trainiert dafür, zumindest meistens, mit viel Freude und einer extra Portion Ehrgeiz. 

Luca Bauer absolviert eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten in der Gemeinde Schönberg. Seinen Sport mit Arbeit und Schule zu vereinen ist oft gar nicht so einfach –trotzdem zieht der 19-Jährige sein straffes Sportprogramm durch, Woche für Woche, das ganze Jahr über. „Nach der Arbeit fällt es mir leichter zu trainieren. Wenn ich aber nach der Schule noch lernen soll und weiß, ich muss dann anschließend noch drei Stunden Sport machen, ist das oft ganz schön stressig. Das mache ich dann meist spätabends“, erzählt er. Wöchentlich kommt Luca oft auf 21 Trainingsstunden.

Sportliche Unterstützung habe er von Beginn an von der mehrfachen Meisterin Claudia Bellasi aus der Schweiz bekommen. Sie versorgt den jungen Sportler mit Trainingsplänen, hat ihn bereits in Schönberg besucht, mit ihm trainiert und ihn zu Wettkämpfen begleitet.

Etappensiege und große Träume

Luca Bauer war schon von klein auf sehr aktiv und sportlich. Vor zehn Jahren habe er mit dem Schwimmen begonnen und von der ersten Klasse
an im Verein Volleyball gespielt. „Meine Tante und mein Onkel aus San Diego sind beide Triathleten und haben schon ein paar Mal beim Ironman teilgenommen. Da mich dieser Wettkampf wahnsinnig fasziniert hat, habe ich das irgendwann auch zu meinem Ziel gemacht und bin auf Triathlon umgestiegen“, erzählt Luca Bauer.

„So richtig intensiv betreibe ich den Sport nun seit zwei Jahren. 2018 habe ich an der Mitteldistanz in Regensburg teilgenommen, wo ich gleich einen erfolgreichen zweiten Platz hinter Profi-Triathlet Sebastian Neef erreichen konnte“, erzählt er. Dieser Sieg habe ihm den Eintritt in den Verein „Tristar Regensburg“ und somit in die zweite Liga ermöglicht. Der Wettkampf in der Mitteldistanz besteht aus 1,9 km Schwimmen, 83 km Radfahren und 20 km Laufen, wobei Luca’s Lieblingsdisziplin mittlerweile das Laufen sei.

Die Saison beginnt für Luca Bauer meist im Mai und endet im September. In dieser Zeit bestreitet er bis zu zehn Wettkämpfe. Nach dem Letzten habe er einen Monat Zeit für etwas Erholung, bevor das harte Wintertraining beginnt. „Auf der Rolle, dem Spinningrad oder dem Laufband zu sporteln macht nicht wirklich viel Spaß, aber es hilft nichts, da muss ich mich oft selber stark motivieren. Wenn das Wetter passt nutze ich das Gelände um Schönberg und zum Schwimmen bin ich meist in Passau“, erzählt der ehrgeizige Sportler.

Während der Ironman auf Hawaii sein langfristiges Ziel ist, möchte er im kommenden Jahr an der Halbdistanz 70.3 in Nizza teilnehmen. „2 km Schwimmen, 90 km Radfahren und ein Halbmarathon – für diese Weltmeisterschaft muss ich mich aber erst noch qualifizieren“, erzählt der 19-Jährige.

Luca Bauer ist glücklich über die Unterstützung seiner Familie. „Meine Familie begleitet mich sehr oft zu Wettkämpfen um mich anzufeuern. Mein Vater ist immer wahnsinnig nervös, meine Mutter ist da lockerer“, schmunzelt er. Der junge Sportler selber sei während seiner Wettkämpfe eigentlich gar nicht mehr nervös.

Ich konzentriere mich und versuche immer, meine beste Leistung zu bringen. Die erfolgreichsten Triathleten sind um die 30 Jahre alt – ich habe also noch etwas Zeit, aber ich will auf jeden Fall noch besser werden und einiges erreichen.

Fotos: Michael Duschl, Passauer Neue Presse

Sport

Veröffentlicht: 7. Oktober 2019